Stimmen zur Relegation Fortuna Düsseldorf gegen Hertha BSC Berlin | Fußball-Zitate

Stimmen zur Relegation Fortuna Düsseldorf gegen Hertha BSC Berlin

Relegation 2012: Düsseldorf steigt nach Skandalspiel gegen Hertha BSC Berlin in erste Fußball-Bundesliga auf.

In einem noch nie dagewesenen Aufstiegsendspiel trennen sich Düsseldorf und Hertha 2:2.

Relegation 2012: Düsseldorf steigt auf

Fortuna Düsseldorf gegen Hertha BSC Berlin

Damit steigt die alte Dame Hertha BSC Berlin nach nur einem Jahr 1. Liga wieder in die zweite Fußballbundesliga ab, während die Fortunen aus Düsseldorf nach 15 Jahren wieder erstklassig sind und überdies mit Andreas Lambertz den ersten Fußballer stellen, der ununterbrochen 15 Jahre lang seinem Verein treu blieb und von der Oberliga bis in die Beletage des deutschen Fußballs aufstieg.

Fast wäre das Spiel abgebrochen worden. Die letzten zwei Minuten der Nachspielzeit konnte Schiedsrichter Stark erst mit mehrminütiger Verspätung zu Ende bringen. Für Hertha-Trainer Otto Rehhagel ist es das bittere Ende seiner Trainer- Bundesligalaufbahn.

Die Stimmen zum Skandalspiel Düsseldorf gegen Berlin (Quelle: sport1.de):

• Hertha-Anwalt Christoph Schickhardt:
“Wir entscheiden morgen – und werden unsere Rechte abwägen. Das hatte mit Fußball nichts zu tun. Das war ein irreguläres Spiel”

Michael Preetz:
“Wir müssen das erst einmal sacken lassen und in Ruhe bewerten. So darf ein Fußballspiel nicht ausgehen. Die Sicherheit der Spieler war nicht mehr gewährleistet. Ich bin gewillt, weiterzumachen.”

Otto Rehhagel:
“Die Begleitumstände waren eine Katastrophe. So etwas habe ich noch nie erlebt und hätte ich nie für möglich gehalten”

Helmut Krug:
“Man muss Wolfgang Stark ein großes Lob aussprechen. Er hat alle Möglichkeiten ausgeschöpft. Am Ende ist alles noch einmal gut ausgegangen. Auch wenn alles was passiert ist, höchst bedenklich ist”


Jens Langeneke:
“Ich hatte es mir ein wenig anders vorgestellt und bin sehr reserviert. Das ist nicht schön”

Wolf Werner:
“Unschön war, dass Hertha-Spieler versucht haben, den Spielabbruch zu provozieren.”

Christian Lell:
“Wir waren in der gesamten Rückrunde nicht erstligareif. Wir sind alle maßlos enttäuscht.”

Die deutsche Presse zum Skandalspiel (Quelle: focus.de):

Bild:
„So kann man die Auf- und Abstiegsentscheidung nicht stehen lassen. Auch wenn Hertha BSC in dieser Saison nie und nimmer den Klassenerhalt verdient hat – nach den Vorfällen kann man nicht mehr von einer sportlichen Entscheidung sprechen. Die Fußball-Versager aus Berlin haben ein Recht auf Gerechtigkeit. Jetzt müssen Liga und DFB ein kluges Urteil fällen. Notfalls mit 19 Teams in der Bundesliga.“

Berliner Morgenpost:
„Eine Schande für den Fußball. Die Begleitumstände in Düsseldorf waren eines Fußballspiels unwürdig: Erst mit Bengalos zündelnde Chaoten und am Ende ein Platzsturm der Fortuna-Anhänger, wie ihn in der Bundesliga niemand sehen will.“

Berliner Kurier:
„Hertha wird argumentieren: Wir sind nur zurück auf den Platz, um blutige Ausschreitungen zu vermeiden. Aber Fußball war das nicht mehr. Das Chaos geht weiter. Verloren hat der Fußball.“

B.Z., Berlin:
„Dann beginnt ein Chaos, dass es in der Bundesliga so noch nie gegeben hat.“

Tagesspiegel, Berlin:
„Rauchbomben, Bengalos und dann auch noch ein Platzsturm vor Ablauf der Nachspielzeit. Das Relegations-Rückspiel in Düsseldorf zwischen der Fortuna und Hertha BSC lieferte unfassbare Szenen, die mit Fußball nichts mehr zu tun hatten.“

Westdeutsche Zeitung, Düsseldorf:
„Die Sehnsucht einer ganzen Stadt endet im Jubel, aber das Skandalspiel wirkt nach. Wie kann es sein, dass Sicherheitskräfte den Sturm auf den Rasen nicht verhindern konnten? Da werden grundsätzliche Diskussionen zu führen sein.“

Süddeutsche Zeitung:
„Trauriger Abend in Düsseldorf – Fußballfans beschießen den Rasen mit Feuerwerkskörpern, kurz vor dem Schlusspfiff stürmen Zuschauer den Platz: Durch ein 2:2 gegen Hertha BSC kehrt Zweitligist Fortuna Düsseldorf in die Bundesliga zurück, die Partie wird jedoch von schlimmen Fankrawallen überschattet.“

Frankfurter Allgemeine Zeitung:
„Düsseldorf versinkt im Chaos – Im Stadion herrschen Tumulte, Fans stürmen kurz vor dem Abpfiff den Platz, die zweite Partie in der Relegation steht vor dem Abbruch.“

Die Welt:
„Die Rückkehr in die Bundesliga hat sich Fortuna Düsseldorf sicherlich anders vorgestellt. Am Schluss war es Schiedsrichter Wolfgang Stark zu verdanken, dass das Skandalspiel zu Ende gespielt wurde.“

11 Freunde, Fußballmagazin:
„Schwarmdummheit – Was sich ein Einzelner niemals getraut hätte, wurde möglich, weil er sich der Masse hingab: dort zu sein, wo er nicht sein durfte. Der Fan, der den Elfmeterpunkt ausgrub und ihn mitnahm wie eine Trophäe, hielt sich ganz offenbar für den Größten. Am Morgen danach, wenn er als Einzelner wieder erwacht ist, wird er sich mit einiger Wahrscheinlichkeit schämen.“



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